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Kann man den Rhythmus Europas hören – vielleicht sogar tanzen? Über die tänzerische Dimension der siebten Sinfonie von Ludwig van Beethoven ist schon viel geschrieben worden. In Ludwigsburg konnte man jetzt eine getanzte Version des Werkes erleben (Bild: Compagnie Sasha Waltz). Die Sinfonie entstand, als sich Europa von Napoleon befreite. Beethoven setzte mit seiner Musik vor allem den Idealen ein Denkmal, die er von Napoleon verraten sah und die bis heute den Anspruch an europäische Politik bestimmen: Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit. Neu gehört ist die Siebte von Beethoven die Musik für Europas Tanz um die Freiheit –  Und der Jubel wird grenzenlos sein. (bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei). Foto: Sebastian Bolesch, bereitgestellt von Sasha Waltz
Eine Reise durch das Polen von heute, auch und insbesondere durch Gebiete, die einmal deutsch waren: Sieben kurze Texte geben einen Einblick in eine Welt, in der man die Wirkung von Politik spürt, in der Höflichkeit noch etwas zählt und man ein kleines Café betreiben kann, auch wenn es keine Toilette gibt. Aber was tun, wenn der Gast doch eine solche benötigt? Sieben Miniaturen über einen „Kleinen Ausflug ins Konservative“ (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei).
In der antiken Sage entführt ein allmächtiger Gott – verwandelt in einen Stier – die schöne Europa (hier in einer Darstellung von 480 v.Chr.) In den Tagen vor der Wahl zum Europäischen Parlament am 9. Juni ist es Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was uns Europa bedeutet, und ob der Kontinent noch einmal auf das Glück durch göttliche Unterstützung hoffen darf. Dieser Text ist eine West-Ost-Reise anlässlich der Europawahl und beginnt nicht mit Europa, sondern mit Germania. Wohin soll es gehen? (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei). Bild: Berliner Maler, gemeinfrei via Wikimedia
Bequemlichkeit, Materialismus und Geltungsdrang: In der Oper „Das Rheingold“ von Richard Wagner gibt Göttervater Wotan einen protzigen Prachtbau in Auftrag, obwohl er schon zu diesem Zeitpunkt weiß. dass er den Preis dafür nicht bezahlen kann.  Die Oper lehrt, warum ein zukunftstaugliches Staatswesen eine „Schuldenbremse“ braucht – und doch an ihr scheitert. Mit den unbezahlten Rechnungen nimmt bei Wagner letztlich der Niedergang der ganzen Götterwelt im „Ring des Nibelungen“ seinen Anfang. In Stuttgart ist die Oper derzeit wieder zu sehen – mit Wotan als heruntergewirtschaftetem Zirkusdirektor. Er führt sein Familienunternehmen „Gutgelaunt Richtung Abgrund.“ (Bitte auf das Bild tippen oder klicken; auch als Audiodatei) Foto: Matthias Baus, bereitgestellt von Oper Stuttgart
Den Stolz auf das Deutsche will der Nichtextremist nicht den Rechtsextremen überlassen. Worauf also darf er stolz sein? Eine historische Ermittlung beginnt im Tempel des deutschen Geistes, der „Walhalla“ in der Nähe von Regensburg, und reist dann weiter nach Berlin in ein Depot für gefallene Denkmäler. Stolz ist der Nichtextremist schließlich auf die charmante Ambivalenz des Deutschen. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei).
Ein Kirchenraum ohne Beispiel: Vor 350 Jahren errichteten Menschen in nur einem Jahr ein Gotteshaus für 6000 Menschen – nur aus Holz, Lehm und Stroh. Sie heißt „Friedenskirche“ und ist tatsächlich Folge des Westfälischen Friedens, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Die Friedenskirche von Jawor in Polen hat mich beeindruckt wie noch selten ein Kirchenraum. Sie ist #58 meiner Sammlung #1000Kirchen (Bitte auf das Bild tippen oder klicken).

… meine Essays als #Politikflaneur

  • Kleiner Ausflug ins Konservative
    Sieben Miniaturen, erlebt auf einer Reise durch Polen Krakow, früher Nachmittag Die Maisonne wärmt die Straßen der alten Residenzstadt, vom Berg leuchtet die stolze Burg der polnischen Könige. Das Leben beginnt zu ...
  • Germania, Europa und der grasende Stier
    Eine West-Ost-Reise anlässlich der Europawahl Germania hätte sich ja durchaus entführen lassen wollen, wie einst die antike Europa, aber der Stier war nicht interessiert. Die Idee von offenen Grenzen lag noch ...
  • Die charmante Ambivalenz des Deutschen
    Historische Ermittlungen eines Nichtextremisten Man dürfe den Stolz auf das Deutsche nicht den Rechtsextremen überlassen, hatte der Nichtextremist gehört und als überzeugend empfunden. Nur: Was alles ist „das Deutsche“, auf das ...

… meine kulturpolitischen Essays als #KulturFlaneur

  • Und der Jubel wird grenzenlos sein
    Europas Tanz um die Freiheit  – neu gehört in Beethovens 7. Sinfonie Zweihundert Stundenkilometer auf der Schiene, irgendwo am Rhein, auf dem Weg von Amsterdam nach Wien. Ein ICE jagt grenzüberschreitend ...
  • Kleiner Ausflug ins Konservative
    Sieben Miniaturen, erlebt auf einer Reise durch Polen Krakow, früher Nachmittag Die Maisonne wärmt die Straßen der alten Residenzstadt, vom Berg leuchtet die stolze Burg der polnischen Könige. Das Leben beginnt zu ...
  • Gutgelaunt Richtung Abgrund
    Wagners „Rheingold“ und die Schuldenbremse  Mit diesem alt gewordenen Patriarchen würde kein Familienunternehmen glücklich werden. Selbstbezogen regiert er sein Reich, seine Familie lungert verwöhnt herum. Schlapp und ohne eigene Meinung lässt ...

… meine Sammlung #1000KIRCHEN

  • Das Fachwerk-Wunder von Jawor (#58)
    Friedenskirche „Zum heiligen Geist“, Jawor (Polen), ehem. Jauer Mein Besuch am 21. Mai 2024 Eine solche Kirche hatte ich noch niemals zuvor gesehen. Das evangelische Riesenbauwerk aus Holz und Lehm steht zusammen ...
  • Die Entschandelung der „Entschandelten“ (#57)
    Ev. Brenzkirche am Weissenhof, Am Kochenhof 7, 70192 Stuttgart Mein Besuch am 5. April 2024 Die Nationalsozialisten waren wenige Wochen an der Macht, als am Stuttgarter Killesberg eine Kirche geweiht wurde, die ...
  • Die Jugendstil-Kirche (#56)
    Erlöserkirche, Ungererstr. 13, 80802 München Mein Besuch am 16. April 2024 So wie heute in unseren Großstädten Moscheen wachsen, finanzierten Zugewanderte mit evangelischem Bekenntnis Ende des 19. Jahrhunderts im tiefkatholischen München Kirchen ...

und alle weiteren Kirchen

… meine Eindrücke als #BerlinerFlaneur

  • 12 Berliner Lektionen (30. Juni 2021)
    Drei Monate in der Hauptstadt, und kein Ende der Chancen in Sicht. Der Flaneur ist nicht fertig mit dieser Stadt, aber seine Berliner Zeit ist erst einmal vorbei. Was lernt ...
  • Fanny, Käthe und ihre Väter (24. Juni 2021)
    Fanny liebte die Musik. Ihre Mutter, selbst aus einer Pianistenfamilie stammend, hatte ihr das Klavierspiel nahegebracht, sie hatte gute Lehrer gehabt, sie hatte bereits erste Kompositionen gefertigt und mit Erfolg vorgetragen. Jetzt ...
  • Kirchen-Politik (20. Juni 2021)
    Rund 400 christliche Kirchengebäude gibt es in Berlin, fast drei Viertel davon evangelisch, der Rest meist katholisch, einige orthodoxe Gotteshäuser sind auch dabei. Und natürlich gibt es Synagogen, Moscheen, Tempel. ...

und alle weiteren Reportagen aus Berlin