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„Die Politik“ solle „jetzt endlich mal“ damit beginnen, „die Probleme der Menschen zu lösen“ – so wird immer wieder gefordert, und kleinlaut lassen sich sogar Vertreter der politischen Mitte auf solche Floskeln ein. Die Wahrheit ist: Die Zusammenhänge sind komplex, und die Erwartung, dass sich schnell und spürbar „etwas ändert“, ist nicht nur bequem und unrealistisch – sondern auch gefährlich. Denn die erwartbare Enttäuschung liefert die Töne, aus denen die politischen Rattenfänger ihre Flötentöne komponieren. Die aktuelle Regierung erlebt gerade genau das. Schon eine Fußballgeschichte aus dem Jahr 2018 zeigt: Der Mob will pfeifen, nicht zuhören (bitte auf das Bild tippen oder klicken; Bild AI-generiert von von vocablitz via Pixabay)
Es sind nicht die aus der Ferne mitgefilmten Explosionswolken oder die glitzernden Lichtbögen der anfliegenden Raketen und Drohnen, die den Krieg zeigen. Die wahren Bilder des Krieges sind die von Menschen, die inmitten der Not zu überleben versuchen. In einer große Retrospektive im Museum „Fotografiska“ in Berlin wird das Lebenswerk des amerikanischen Kriegsfotografen James Nachtwey gewürdigt. Was seine Kunst ausmacht, ist die Suche nach Nähe zu den Opfern von Krieg, Not, Vertreibung, Flucht – und der Versuch, dabei trotzdem kein Voyeur zu sein. Der Widerspruch zwischen Empathie und Vermarktung bleibt dabei unauflöslich. „Das sieht toll aus“, sagt der Bildredakteur bei der Auswahl von Nachtweys Bildern für eine große Reportage. Aber nichts davon ist toll. Genau das ist die große Kund des Kriegsfotografen James Nachtwey. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei.) Originalfoto von James Nachtwey: Lesbos, Griechenland 2016, „Eine syrische Geflüchtete kurz nach der Überquerung der Meerenge in der Ägäis zwischen der Türke und Griechenland“ – abfotografiert und Text übernommen in der Ausstellung „Memoria“, Museum Fotografiska Berlin

 

Die Abgründe der modernen Zeit sind – nicht nur, aber oft – Orte im Untergrund. Welche Rolle spielt dort (klassische) Musik? Ein Pionier für die musikalische Befreiung aus dem Untergrund war Orpheus, der in der griechischen Sagenwelt seine geliebte Eurydike mit Gesang und Lyraspiel dem Totenreich entreißen wollte. Seine Nachkommen sind unentschlossen, ob sie die schönen Klänge im Schattenreich der Moderne als Verlockung – oder zur Vertreibung unerwünschter Gestalten einsetzen möchten. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Eurydikes Erben fahren U-Bahn – und lassen sich nicht mit Musik vertreiben. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei – Bild von Kev auf Pixabay)
Zurück auf der Fernwanderung über den Kolonnenweg der DDR-Grenzsoldaten entlang der früheren innerdeutschen Grenze. An Tag 10 der #GrenzErfahrung begegne ich an mehreren Stellen der Frage, ob es immer schlimm ist, wenn historische Zeitenwenden alte Geschäftsmodelle zugrunde gehen lassen. Es entsteht jeweils auch Raum für neue Möglichkeiten, Kohle zu machen. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken).
Wie er die Welt sieht: Dieses Foto ist größtenteils echt und stammt aus dem Jahr 2025 – Europäisches Führungspersonal versammelt sich einträchtig und zuhörend vor dem Schreibtisch von Donald Trump. Die Landkarte im Hintergrund dagegen ist KI-generiert in das Bild montiert. Genau dieses Fake-Foto hat Donald Trump selbst am 20. Januar 2026 auf seinem Netzwerk Truth Social gepostet. Kanada, Grönland und Venezuela gehören zu den USA. Zehn Jahre später, im Februar 2036 wird in einer fiktiven Morgenwelle die Geschichts-KI Dr. Historfreak befragt, wie es zum dritten Weltkrieg kam – und wie er verlief.  Willkommen im Jahr 2036! (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei)

 

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