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Auf der Parkbank in der Frühlingssonne, der Blick ins Weite – ist das ein realistisches Bild vom Alter? Die häufig verwendeten Bilder  zur „Illustration“ von Rentenpolitik führen in die Irre. In einem Offenen Brief an die deutschen Medien fordere ich mehr Realismus und Vielfalt in der Darstellung des Alters, denn solche Bilder spalten die Gesellschaft. Die Wahrheit über das Alter ist nicht die Parkbank am Meer oder im Kurpark, sondern Engagement im Ehrenamt, in der eigenen Familie, Bewältigung von Armut, Einsamkeit und Krankheit. „Ich hasse Parkbank-Bilder – Eine Fotokritik zur Rentendebatte.“ (Collage von Bildern von beauty_of_nature, Gaspard Delaruelle und Susanne Weitzhofer, alle gefunden auf Pixabay) Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei
In Stuttgart-Zuffenhausen streben Fahrzeuge himmelwärts. Kaum hundert Meter trennen einen Starfighter, der im Flug auf einem Industriedach erstarrt ist, von drei 911er Sportwagen, die dem Orbit entgegen zu brausen scheinen. Ein Text über die Geschichte der beiden Männerträume – und wie die Zeit den Blick darauf verändert hat. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei.)
Für Millionen Menschen, für alle jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland, brachte die Reichsprogramnacht am 9. November 1938 grausame Entrechtung, für viele den späteren Tod.  Bespielhaft steht dafür das Schicksal von Berta Levi, geboren im schwäbischen Haigerloch, und – bereits hochbetagt –  aus München deportiert nach und umgekommen in Theresienstadt. Als junge Frau hat sie vermutlich in der Synagoge von Haigerloch gebetet, die man heute als Museum besuchen kann. Dazwischen war sie Ruine, Lagerhalle, Supermarkt und Kino – eine deutsche Geschichte. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei)
Was steht im Mittelpunkt der Wahrnehmung: Das Selbst oder das, was um uns herum ist? Milliardenfach täglich beantwortet der moderne Mensch diese Frage – indem er ein Selfie vor möglichst prächtiger Kulisse macht. Beim Besuch der Ausstellung „Digital by Nature“ des franco-mexikanischen Künstlers Miguel Chevalier findet sich keine Antwort auf diese Frage. Aber sie gibt Denkanstöße über die Rolle des Digitalen in der Welt. Und Spaß macht die gewaltige, raumfüllende Farbpracht seiner Digitalkunst auch. Ist der digitale Tsunami, der über uns hinwegschwappt, ein Anfang oder ein Ende? Der Text „Der Januskopf des Digitalen“ beginnt bei alten Fotos – und endet in der großartigen Ausstellung in München. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei)
Die deutsch-amerikanische Schriftstellerin und Philosophin Hannah Arendt war eine messerscharfe Analytikerin totalitärer Staatsstrukturen. Berühmt wurde sie mit der Prägung des Begriffs „Banalität des Bösen“. Auch wenn sie dafür viel kritisiert wurde – ein Teil ihrer Analyse ist heute unverändert aktuell. In einer Welt, die immer stärker sich dem Totalitären zuneigt, steckt das Böse und das Banale oft genug in der Lüge. Hannah Arendt lehrt uns, warum es sich lohnt, zwischen Tatsachen und Meinungen strikt zu unterscheiden – und warum es nötig ist, um die Wahrheit täglich neu zu kämpfen. „Das Böse, das Banale und die Lüge“ – ein Text aus Anlass des Dokumentarfilms „Denken ist gefährlich“ über Hannah Arendt. (Bitte auf das Bild tippen oder klicken, auch als Audiodatei) Foto: Progress-Filmverleih

 

 

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