
Liebe Freundinnen und Freunde des Buches und der Literatur,
Walter Benjamin, Franz Hessel oder Marcel Proust: Stets wandelten Männer als „Flâneure“ durch Europas Großstädte. Vielleicht hat sich mein Mann diese zum Vorbild genommen, als er den #Politikflaneur oder den #Kulturflaneur ins Leben rief.
Was wäre also von einer #Buchflâneuse zu halten? In den letzten Jahrhunderten war es nur Männern vorbehalten, „absichtslos zu spazieren und zu genießen, also zu flanieren“, wohl weil die Frauen, zumindest ohne männliche Begleitung, im häuslichen Käfig gefangen waren. In ihrem Buch „Flâneuse. Frauen erobern die Stadt“ zeigt allerdings die Schriftstellerin Lauren Elkin, „dass das Flanieren … heute ein emanzipatorischer Akt“ geworden ist (so der Deutschlandfunk in seiner Rezension aus dem Jahr 2019). Als erste Flâneusen gelten Virginia Woolf in London oder Jean Rhys in Paris.
Aber ich habe mich anders entschieden, und damit ein weiteres emanzipatorisches Zeichen setzen wollen. Meine Texte über Bücher möchten interessierte LeserInnen mitnehmen in meine Bücherwelt, zu meinem persönlichen Spaziergang durch die Literatur. Seit über sechzig Jahren sind Bücher ein unverrückbarer Bestandteil meines Lebens, mal Fachliteratur, mal Belletristik.
In meinem #LeseZeichen berichte ich Euch von Büchern, die mich aktuell begleiten. Es werden keine klassischen Inhaltsangaben sein, keine Rezensionen, sondern einzig und allein persönliche Impressionen und Momentaufnahmen.
Ich freue mich über Eure Kommentare, Beiträge, den Diskurs!
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